Es gibt keine einzige richtige Schnittgeschwindigkeit für „Stahl“ oder „Aluminium“. Vc gehört zu einer konkreten Kombination aus Werkstoff, Werkzeug und Prozessbedingungen.
Erste Quelle: der Werkzeughersteller
Ausgangspunkt sollte der Katalog oder das Auswahlwerkzeug des Fräser-, Bohrer- oder Plattenherstellers sein. Der Wert muss zu Werkstoffgruppe und Härte, Schneidstoff, Geometrie, Beschichtung und Bearbeitung passen. Eine allgemeine Tabelle kennt diese Details nicht.
Was den empfohlenen Vc-Wert verändert
- Werkstoffsorte, Härte und Randzustand,
- Schneidstoff, Geometrie und Beschichtung,
- kontinuierliches oder unterbrochenes Fräsen, Bohren oder Drehen,
- Kühlstrategie und Kühlmittelzufuhr,
- Auskragung, Rundlauf, Spannung und Haltersteifigkeit,
- radialer Eingriff ae und Schnitttiefe ap.
Kontrollierten Startwert wählen
Gibt der Hersteller einen Bereich an, beginnen Sie bei neuer Spannung oder großer Auskragung eher konservativ. Danach Verschleiß, Temperatur, Spanform, Geräusch und Oberfläche bewerten. Jeweils nur einen Faktor ändern.
Vc und fz sind nicht austauschbar. Vc beeinflusst Temperatur und Verschleiß stark; fz verändert die mechanische Schneidenbelastung.
Erst danach Vc in Drehzahl umrechnen
Metrisch
n = Vc × 1000 / (π × D)Begrenzt die Maschine die Drehzahl, berechnen und dokumentieren Sie den tatsächlich gefahrenen Vc-Wert.