fz beschreibt die Belastung einer Schneide, vf die Geschwindigkeit der Maschinenachsen. Dieser Unterschied entscheidet, ob eine Drehzahländerung eine ähnliche Spandicke beibehält.
fz, fn und vf sind verschiedene Größen
fz ist der Vorschub je Zahn. fn ist der Vorschub je Umdrehung, etwa beim Bohren und Drehen. vf ist der lineare Bearbeitungsvorschub in mm/min und meist der F-Wert eines Fräsprogramms.
fz in Maschinen-Vorschub umrechnen
Fräsen
vf = fz × z × nBei fz = 0,06 mm, z = 3 und n = 8000 1/min beträgt vf 1440 mm/min. Sinkt die Drehzahl auf 6000, erfordert gleiches fz einen Vorschub von 1080 mm/min.
Bohren und Drehen
vf = fn × nWarum der Unterschied wichtig ist
Ein zu kleines fz kann besonders bei Rundlauf zu Reiben statt sauberer Spanbildung führen. Ein zu großes fz erhöht Schneidenbelastung und Abdrängung. vf allein beschreibt die Belastung einer Schneide nicht, solange Drehzahl und aktive Zähnezahl fehlen.
Kurze Kontrolle vor dem Start
- prüfen, ob der Katalog fz, fn oder vf nennt,
- aktive statt nur sichtbare Schneiden zählen,
- G94 Vorschub je Minute und G95 Vorschub je Umdrehung unterscheiden,
- bei jeder Drehzahländerung den Vorschub neu berechnen.