Warum der Span dünner wird
Bei einem 90°-Schaftfräser hängt die maximale Spandicke vom Eingriffswinkel ab. Nahe ae = 50% des Durchmessers nähert sich hmax dem fz. Mit kleinerem ae fällt hmax unter den programmierten Zahnvorschub.
Vereinfachte Korrektur beim Umfangsfräsen
φ = arccos(1 − 2 × ae / D)fz = hmax / sin(φ)Die Annahme gilt für einen 90°-Fräser und einfachen Seiteneingriff. Für andere Einstellwinkel, Kugelfräser und komplexen Eingriff Hersteller- oder CAM-Modell verwenden.
Beispiel: Fräser 10 mm und ae = 1 mm
Bei ae/D = 10% beträgt φ etwa 36,9°. Für hmax = 0,05 mm ergibt sich ein programmiertes fz von etwa 0,083 mm/Zahn. Der Vorschub darf trotzdem nicht pauschal um 67% steigen: Leistung, Abdrängung, Eckeneingriff und Achsgrenzen bleiben zu prüfen.
Korrektur nicht blind anwenden
- nicht pauschal bei Vollnut oder stark wechselndem ae,
- prüfen, ob CAM den Eckenvorschub bereits verändert,
- für den Einstellwinkel das richtige Modell verwenden,
- Leistung, Schwingung, Spannung und Vorschubgrenzen beachten.