Benötigte Eingabedaten
Eine grundlegende Fräsberechnung benötigt vier Werte: Werkzeugherstellerwert Vc, wirksamer Durchmesser D, Zahnvorschub fz und aktive Zähnezahl z. Bei Kugel- oder Kegelfräsern kann der wirksame vom Nenndurchmesser abweichen.
Vc beschreibt die Geschwindigkeit der Schneide gegenüber dem Werkstoff. Die Drehzahl erzeugt diese Geschwindigkeit bei einem bestimmten Durchmesser.
Die zwei Grundformeln
n = Vc × 1000 / (π × D)vf = fz × z × nFür D = 10 mm und Vc = 180 m/min ergeben sich etwa 5730 1/min. Mit fz = 0,05 mm und vier aktiven Zähnen beträgt vf etwa 1146 mm/min.
Ergebnis mit Maschinengrenzen abgleichen
Überschreitet n die Spindelgrenze, darf nicht nur die Drehzahl gekappt werden. Die tatsächliche Schnittgeschwindigkeit und anschließend der passende Vorschub müssen neu berechnet werden. Eine Vorschubgrenze verändert entsprechend das tatsächliche fz.
- Spindel-, Halter- und Auswuchtgrenzen prüfen,
- Vorschub- und Achsdynamikgrenzen prüfen,
- Auskragung, Spannung und Kühlung berücksichtigen,
- Prozess einfahren und Verschleiß, Geräusch sowie Oberfläche beobachten.
Häufige Fehler
Oft werden m/min mit mm/min, Durchmesser mit Radius oder fz mit dem Gesamtvorschub verwechselt. Ebenso problematisch ist die direkte Übernahme von Nutfräsdaten auf eine Bahn mit kleinem ae ohne Spandickenkorrektur. Prüfen Sie außerdem, ob CAM den Werkzeugmittelpunkt-Vorschub ausgibt.